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Wer kennt wen

Meine 13Dinge – Mitstreiterin Literaturanfall hat in ihrem Blog so wunderbar Aktuelles zum Thema Wer-kennt-wen zusammengetragen, dass ich nicht widerstehen konnte und das mal übers Direkt-Bloggen weitertragen will:

nun habe auch ich ein Konto bei „wer kennt wen“, habe mich eigentlich NUR überreden lassen. Aus Spaß an der Freude habe ich mal ein paar Pressestimmen zu diesem Netzwerk zusammengestellt. Bin schon sehr verblüfft, wo es mich dahin geführt hat. Im Spiegel online Artikel wird breit berichtet und behauptet : „Wer darüber lacht, hat den Knall noch nicht gehört“. In der Online-Ausgabe der FAZ wird ein Ranking geboten: „Wer-kennt-wen stürzt ab“ wird dort getitelt und lässt den logischen Schluss zu, dass man sich dort auf wissenschaftlicher Ebene mit dem Thema befasst. Selbst in Wikipedia gibt’s einen Beitrag der meiner Meinung nach leicht verständlich und sehr informativ ist. Im Februar 2009 wurde wkw von der RTL Group übernommen und man spricht dort vom mitgliederstärksten Netzwerk Deutschlands . Heise online berichtet über Sicherheitsprobleme, doch wie heißt es so schön – shit happens !

Ich bin mal gespannt, wen ich dort noch so finden und „treffen“ kann. Spannend ist die Anwendung allemal.

via Literaturanfalls Weblog

Also, mich kann man da treffen, allerdings unter meinem richtigen Namen :-)

Das erste Interesse lässt- wie ich denke- natürlicherweise nach einer gewissen Zeit nach, da man dann seine Kontakte irgendwann beisammen hat und das gegenseitige “ich-kenn-dich” dann stagniert.

Was mich bei Wer-kennt-wen anfangs doch sehr irritiert hat, wie scharf so manche drauf sind, Kontakte zu sammeln. Da “kennt” Dich jemand, der beim Schwager der Freundin in die gleiche Klassenstufe gegangen ist oder aber der Schulkamerad, der dir auf der Straße das Gesicht wegdreht und noch nie gegrüßt hat.

Natürlich ist es nett, alte Bekannte wiederzufinden und zu erfahren, was aus denen geworden ist, folgendem Beitrag aus der FR-Kolumne gebe ich allerdings recht:

Die Geister aus dem Web 2.0

Freunde sind das wichtigste überhaupt. Flo zum Beispiel, der war in der dritten Klasse immer zum Essen da, und hat sich so niedlich bekleckert. Jetzt ist er Fallschirmjäger und hat einen fiesen Scheitel. Tanja war in der Elften wirklich cool und kannte über drei Ecken einen von Depeche Mode. Nun lädt sie zur Tupperparty ein. Und die alte Brieffreundin Eva kandidiert für die CDU. Hilfe! Flo, Tanja und ihr anderen, hört auf, euch kurz vor Redaktionsschluss mit “Freundschaftseinladungen” via Facebook aus der Vergangenheit zurückzumelden. Ihr seid alle Teil netter Erinnerungen, und das soll so bleiben. Freunde sind wichtig, deshalb ist es manchmal besser, sich völlig altmodisch aus den Augen zu verlieren.

via FR-Online

Im Infodienst man ja häufiger das Gefühl, die ein oder andere Frage sei nicht ganz erst gemeint und guckt sich dann auch mal suchend nach einer versteckten Kamera um.

Da Telefonat, das ich eben mit einem älteren Herrn führen durfte und in etwa (aus meiner Erinnerung) wortgemäß weitergeben will, fällt definitiv in diese Kategorie:

Ich bekam von der Hotline einen Anruf zu weitergeleitet, der Herr an der Strippe sei auch der Suche nach Titeln zur Stadt XY. Kein Problem, übernehme ich natürlich gern.

Er: Ich suche das beste Buch zur Stadt XY.

Ich: Suchen Sie Reiseführer oder Romane?

Er: Ich suche das beste romantische historische Buch zur Stadt XY.

Ich (o.k., ihm geht es erst mal generell ums Thema): komme erst gar nicht zu Wort

Er: ich suche in Google und da müssen doch die besten Bücher zur Stadt XY drin sein. Geben Sie mir einen Tipp!

Ich: Ja, wollen Sie denn ein Buch kaufen oder… werde unterbrochen

Er: Das weiß ich doch nicht, ich wills verschenken – vielleicht jedenfalls. Aber es muß doch eine Liste geben im Google über die 100 besten Bücher zur Stadt XY. Romantische! Ich gebe also ein: das beste Buch über die Stadt XY. Ich will doch nur einen Tipp!!

Ich: Also wenn Sie ein Buch verschenken, dann könnten sie z.B. in buchkatalog.de gucken oder bei einer Online-Buchhandlung wie z.B. Amaz..

ER (hört gar nicht zu, wird lauter): Ich will einen Tipp, wie ich die besten Bücher über die Stadt XY bei Google finde. Ich gebe dann ein: die besten romantischen Bücher über die Stadt XY. Das muss es doch geben. Auch bei Ebay . Da gibt es doch Umfragen: 1.000.000 Leute wurden befragt was die besten Bücher zur Stadt XY sind. Und die muß ich doch finden bei Google. Wozu ist das denn sonst gut, da finde ich ja nix.

Ich: Ähem, ich denke nicht, dass es eine solche Liste gibt

Er: Doch natürlich. Wozu ist das Ebay denn gut? Das Google!? Das gibt es doch auch zur Frankfurt: Die 100 besten Bücher zu Frankfurt.

Ich: Äh, das ist doch eine sehr subjektive Sache, eines jeden, welches Buch er für das beste.. werde wieder unterbrochen

Er: Aber natürlich, das haben wir doch schon in der Schul gelernt: Der Goethe ist das beste Buch zur Stadt Frankfurt!!!

Ich: Mit Verlaub, Goethe ist kein Buch werde wieder unterbrochen rede aber weiter Also, ich dieses Gespräch jetzt beenden, ich glaube nicht, dass ich Ihnen helfen kann und bitte Sie, uns nicht wieder anzurufen. Lege auf

War das jetzt doch ein Radioscherz?? Ich habe trotz allem nicht das Gefühl, denke eher, der Herr war leicht verirrt – aber vielleicht hat mich doch jemand meinen Kampf im Radio gehört?!? Wenn ja, bitte melden :-)

 nelkeNa, mit diesem, in der Blogbibliothek entdeckten 1.Mai-Guide vom Zürisee kann ja morgen auch hier in Frankfurt nix schiefgehen. Ein Dankeschön in die Halb-Heimat :-)

 

 

 

Eine Art Zürcher Handbuch für den Ausdruck ernsthaften Demonstrationswillens

Der 1. Mai-Guide ist da, Genossen!

nachdem die SVP letztes jahr den 1. mai verbieten wollte (was dann aber doch zu kompliziert wurde, wegen der anpassung der internationalen kalender an die schweizer zeitrechnung), findet dieses jahr der tag der arbeit wie immer statt. hier einige tipps, was man als alter zürcher linker beachten sollte:

– brecht an der demo keine pflastersteine aus den altstadtstrassen, das ist pfui. nehmt praktische sixpacks mit Abbruchsteinen von zuhause mit.

– macht die kinderwagen demosicher. bei transa kriegt man überrollbügel und tränengassichere abdecknetze für die gängigen kinderwagenmarken. da kriegt ihr auch die kleinen roten fähnchen mit den schwarzen sternen, mit denen euer nachwuchs so süss aussieht.

– lest nochmals die gängigen graffitis. es wär peinlich, wenn ihr an den demos die sprech-chöre nicht auswendig mitschreien könntet. im zweifelsfall: “Aufruhr, Widerstand! es gibt kein ruhiges Hinterland” oder “Hoch die internationale Soooolidarität!” und für secondos: “el pueblo unido!”

weiter lesen

via Der 1. Mai-Guide ist da, Genossen!.

Zitronenkuchen

100_2165Also, zum Food-Blogger werde ich sicherlich nicht werden (zum einen habe ich da leider keine Zeit -und Geduld- dazu, zum anderern gibt es in dieser Hinsicht viel zu viele tolle andere Blogs an die ich nie rankäme – wie z.B. hier , hier oder hier) , aber da ich ohnehin diesen Kuchen mal wieder backen wollte, kam mir Zorras Lemonday gerade recht. Zudem gibt es mir die Gelegenheit, hier meiner Ersatzoma Tribut zu zollen, und bald 15 Jahre nach ihrem Tod ihr auf diesem Wege zu danken, dass sie mich in Sachen Haushalt und Küche so viel gelehrt hat!

Also, es handelt sich bei dem Zitronenkuchen – auch Barbara-Kuchen genannt- um eines dieser alten Familienrezepte, die durch Einfachheit auftrumpfen und bei deren Verspeisen man sich zurück in die Kindheit beamen kann.

Folgende Zutaten werden benötigt:100_2162

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Für’s gute Gelingen ist es wichtig, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben (eine der ersten gelernten Regeln von Frau B.)  und dass alles schön bereitliegt (mindestens genauso wichtig und Regel Nr. 2)

Margarine (ich habe geschummelt und ein Drittel durch Butter ersetzt) mit Zucker schaumig rühren. Nach und nach weiterrührend die ganzen Eier dazugeben und 15 Minuten kräftig rühren (o.k., das stammt wohl noch aus Zeiten ohne Super-Power-Mixer -ich habe etwa 3-4  Minuten auf höchster Stufe gerührt).

Die geriebene Zitronen-Schale einer unbehandelten Zitrone dazugeben. Dann das mit dem Mondamin gemischte und gesiebte Mehl löffelweise dazugeben und immer weiterrühren.

Den fertigen Teig in eine mit Pergament-Papier (heute: Backpapier) ausgelegte Kastenkuchen-Form geben (ich benutze hier das Original-Erbstück, wahlweise auch die ebenfalls geerbte Herzchen-Form – in dieser wurde dann die jährliche “Überraschung” für die Geburtstage meiner Eltern gebacken) und ca. 60 Minuten bei mittlerer Hitze (die Angaben unserers alten Gas-Herdes haben mir hier nicht weitergeholfen) backen.

Kurz vor Ende der Backzeit den Zuckerguss aus dem gesiebten Puderzucker und ca. 2 Esslöffeln Zitronensaft anrühren.

Ist der Kuchen gar, in der Form belassen und nur leicht vom Papier lösen und gleich mit Zitronenguss bestreichen. (Ich konnte es mir nicht verkneifen, den Kuchen mit 2 kleinen Marzipan-Zitronen 100_2224zu dekorieren, die mich am Samstag bei Aldi angelacht haben, auch wenn das natürlich die den Klassiker unerhört modern “aufpeppt” ;-)  )

100_2215

Nach dem Erkalten aus der Form nehmen – fertig.

Leute gibt’s

… da beschwert sich doch tatsächlich einer, dass in unserem Arbeitsbereich Schüler sitzen und lernen. Dazu seien Bibliotheken nicht da, die Schüler gehörten in die Schulen und nicht hierher. Ich erkläre ihm freundlich, dass das durchaus unsere Aufgabe ist, wir seien schließlich eine Bildungseinrichtung.  Der Leser widerspricht mir und es kommt so einer längeren fruchtlosen Diskussion, die ich dann positiv mit der Aussage, dass wir uns darüber freuen, dass unser Angebot an Arbeitsplätzen so gut genutzt wird (und man m.E. sich überhaupt freuen sollte, dass die Schüler samstags in Bibliotheken kommen und gemeinsam lernen), beenden will.

Mit einem wutschnaubenden “Sie leben ja nur für die Statistik” zieht er dann von dannen – und zum nächsten Kollegen.

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